Tumorchirurgie bei bösartigen Magenerkrankungen
Die Gefahr ist nicht zu unterschätzen: Jedes Jahr erkranken in Deutschland circa 20.000 Menschen an Magenkrebs, betroffen sind meist doppelt so häufig Männer wie Frauen. Wird ein Magenkarzinom1 diagnostiziert, ist die Chirurgie die entscheidende Behandlungsform. Je nach Lage des Tumor2s kommen hierbei verschiedene Verfahren zur Anwendung. Diese werden je nach Befund individuell für den Patienten ausgewählt und festgelegt.
Meist entfernen die Chirurgen den gesamte Magen - einschließlich eines kleinen Teils des Zwölffingerdarms und der umliegenden Lymphknoten. Es kann jedoch auch sein, dass der Tumor3 in der Nähe des Mageneingangs (Kardia) liegt. In diesen Fällen muss auch ein Teil der Speiseröhre mit entfernt werden. Eine Teilentfernung des Magens kann dann ausreichend sein, wenn der Tumor4 klein und begrenzt ist. Um dies zu beurteilen, ist jedoch zunächst eine Histologie5 notwendig. Die Reservoirfunktion6 des Magens kann dann teilweise durch einen Ersatzmagen (Pouch) übernommen werden, der aus Dünndarmanteilen gebildet wird. In den meisten Fällen wird die Speiseröhre jedoch direkt mit einem Teil des Dünndarms verbunden.



