Schwerpunkte
Die Interventionelle Radiologie1 bietet die Möglichkeit, durch ein bildgebendes Verfahren – die digitale Subtraktion Angiographie (DSA ) – stenoisierende, obliterierende wie dilatative Gefäßerkrankungen2 zu erkennen und bei Bedarf noch während der Untersuchung durch ein minimal-invasiv3es Verfahren zu behandeln. Zu den therapeutischen Möglichkeiten gehören die Ballonaufdehnung (PTA – perkutane transluminale Angioplastie) und das Einbringen einer Gefäßstütze (Stent), darüber hinaus auch die Wiedereröffnung von längeren Gefäßabschnitten durch Fräßverfahren. Bei frischen oder mittelfristigen thrombotischen Verschlüssen ist außerdem durch Thrombolyseverfahren (medikamentöse Auflösung von Gerinnseln) eine Rekanalisation4 (Wiedereröffnung) möglich.
Es werden alle Gefäße, außer den Herzkranzgefäßen, diagnostiziert und behandelt. Ziel all dieser Maßnahmen ist es immer, einen stabilen Blutfluss zur Versorgung der peripheren Körperteile wieder herzustellen. Die meisten diagnostischen Maßnahmen und viele therapeutische Eingriffe werden heute bereits ambulant5 durchgeführt.
Einen nicht unerheblichen Teil solcher Behandlungen macht auch die Therapie6 von Gefäßerweiterungen (Aneurysmata) aus. Aneurysmata sind aber meist unter stationär7en Bedingungen in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Gefäßchirurgie8 im Rahmen des Gefäßzentrums am Evangelischen Krankenhaus Unna zu behandeln.
Im Rahmen der interventionellen Radiologie werden auch spezielle und seltenere Prozeduren durchgeführt: Tumor9embolisation (kathetergestützte Verschlüsse von tumorversorgenden Arterien), Chemo-Sympathikolyse (Schmerzausschaltung, Durchblutungsverbesserung) sowie die Embolisation10 bei akuten Blutungen.



