Ein Schild weit den Weg zur Schlaganfall-Spezialstation.

Stroke Unit

Die Stroke Unit des Ev. Krankenhauses in Unna ist eine spezialisierte Behandlungseinheit zur Akutbehandlung von Patienten mit Schlaganfällen. Hierbei zählen Zeit und Kompetenz: Zahlreiche Studien in den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass die Behandlung auf einer Spezial-Station für Schlaganfallpatienten (Stroke Unit) zu einer deutlich besseren Prognose1 führt.
Auf der Stroke Unit stehen den Patienten fünf komplett eingerichtete Monitor-Überwachungsplätze in jeweils zwei offenen Doppelzimmern und einem Einzelzimmer mit ausreichend Raum für die Frühmobilisation2 zur Verfügung. Die Stroke Unit befindet sich in direkter Nähe zu einer der neurologischen Stationen, ist aber in sich abgeschlossen. Ein zentraler Pflegearbeitsplatz ermöglicht eine gute Überwachungsmöglichkeit der Patienten, darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer Videoüberwachung. Drohende Komplikationen werden frühzeitig erkannt, so dass eine unmittelbare Therapie3anpassung erfolgen kann.
Die Patienten werden dabei ausschließlich von einem qualifizierten Pflegepersonal und einem neurologischen Ärzteteam behandelt.

Zwei Betten mit angeschlossener Technik auf der Stroke Unit

Die Behandlung der Patienten erfolgt nach den aktuellen Richtlinien und nach den Kriterien der deutschen Schlaganfallgesellschaft und der deutschen Gesellschaft für Neurologie4. Hierbei kommen nach kritischer Beurteilung der Indikation unter anderem intravenöse „Lyse-Therapie5n“ zum Einsatz. Durch dieses Verfahren kann bis zu 4,5 Stunden nach Beginn der Schlaganfallsymptome ein verstopftes Gefäß wieder eröffnet werden, wodurch oft eine deutliche Symptomlinderung erzielt wird. Da diese Behandlung nur nach strengen Kriterien durchgeführt werden darf, wird diese Behandlung ausschließlich durch erfahrene Ärzte durchgeführt. Eine enge Kooperation mit den anderen Fachbereichen ermöglicht eine schnelle Akutbehandlung und vermeidet unnötige Zeitverluste. Eine unmittelbar einsetzende defizitorientierte Physiotherapie6, Ergotherapie7 und Logopädie8 sind Schwerpunkte der Behandlung.
Ständige Qualitätskontrollen und ein gut etabliertes Risikomanagement tragen dazu bei, die Leistungsfähigkeit stetig zu verbessern. Dies wird auch durch das international anerkannte Qualitätszertifikat nach DIN-ISO bestätigt.

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