„Eine umfassende und einheitliche Behandlung ist wichtig“

Nachricht vom: 28. April 2011

Die Ärzte und Ernährungsberaterinnen, die an der Zertifizierung beteiligt waren

Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) zertifiziert das EK Unna

Zu Beginn des Jahres verlieh die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) dem Evangelischen Krankenhaus Unna (EK) die Anerkennung als „Einrichtung für die Behandlung von Typ 1- und Typ 2-Diabetikern“. Damit ist bestätigt, dass die Versorgung der Patienten mit der sogenannten Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) im EK dem neuesten Standard entspricht. Zu verdanken ist die Auszeichnung dem engagierten und kompetenten Diabetesteam aus Diabetesspezialisten um Dr. med. Frank Reinhardt, Leiter der Diabetologie im EK, die dem Zuckerpatienten mit einer leitliniengerechten Diagnostik und Behandlung sowie auf den einzelnen zugeschnittenen Schulungen zur Seite stehen.

„Bei der Behandlung von Diabetes mellitus spielen viele Faktoren eine wichtige Rolle“, erklärt Prof. Dr. George Micklefield, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Evangelischen Krankenhaus Unna. Die Produktion des Hormons Insulin ist bei der Erkrankung eingeschränkt (Typ 2-Diabetes) oder gar nicht mehr vorhanden (Typ 1-Diabetes). Folge ist eine Störung des Glukosestoffwechsels, der Blutzucker steigt. Ein dauerhaft erhöhter Zuckergehalt im Blut kann eine Vielzahl an Erkrankungen wie zum Beispiel das Diabetische Fußsyndrom, Erkrankungen an Augen und Nieren oder Herzinfarkte sowie Schlaganfälle hervorrufen. Diese zu vermeiden ist oberstes Gebot am EK. Darüber hinaus gewährleistet das Krankenhaus als eines der wenigen Krankenhäuser in der Region durch weitere unterschiedlichste Spezialisten auch die Behandlung solcher Folgeschäden vor Ort. „Der Zuckerkranke kann in einem einzigen Krankenhaus alleine versorgt werden und muß nicht von einer Klinik zur anderen geschickt werden“, berichtet Dr. med. Frank Reinhardt, Diabetologe und Leitender Oberarzt der Klinik für Innere Medizin.
„Eine umfassende und einheitliche Behandlung ist immens wichtig“, bestätigt Dr. Gabriele Koch, Oberärztin der Klinik für Innere Medizin, Diabetologin und Expertin für das Diabetische Fußsyndrom und Insulinpumpentherapie.
Zum Diabetesteam gehören auch die Diabetesberaterin bzw. Diabetesassistentin DDG Beate Schulte und Susanne Döring, die gemeinsam mit den Medizinern umfassende Schulungen zum richtigen Umgang mit der Zuckerkrankheit anbieten. Hier können die Betroffenen unter kompetenter kontinuierlicher Betreuung erlernen, wie sie ihren Blutzucker kontrollieren, richtig spritzen und sich angemessen ernähren. Auch beim Umgang mit Insulinpumpen, die bei Typ 1-Diabetikern eingesetzt werden und bei Bedarf dosiert Insulin an den Körper abgeben, bietet das EK eine Hilfestellung. „Die richtige Lebensweise hat einen großen Einfluss auf den Verlauf der Krankheit“, betont Döring. Insbesondere eine Erkrankung an Typ 2-Diabetes lässt sich durch eine Umstellung der Ernährung und eine Optimierung des Lebensstils manchmal schon ohne Medikamente in den Griff bekommen. Die Gefahr, an Folgeschäden zu leiden, kann so aber in jedem Fall für Diabetiker verzögert oder verhindert werden.
Ebenso maßgeblich wie die Behandlung im Krankenhaus ist die Betreuung des Patienten nach der Entlassung. Die niedergelassen Hausärzte und Diabetologen Dr. Ralf Dollenkamp und Dr. Marcus Dormann schließen hier den Kreis. „Eine enge Zusammenarbeit ist wichtig, damit die begonnene Behandlung auch im Alltag umsetzbar ist.“, meint Micklefield. Durch den intensiven Austausch, der zwischen den Diabetologen im Krankenhaus und den ambulant weiterversorgenden Ärzten besteht, ist hier eine individuelle Behandlung gewährleistet.
Die Qualität der Diabetes-Behandlung im Evangelischen Krankenhaus Unna ist durch das Zertifikat gesichert – und wird es durch regelmäßige Überprüfung der DDG auch bleiben.

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