Bauchzentrum für interdisziplinäre Behandlung zum Wohle des Patienten

Ein typischer Fall im Evangelischen Krankenhaus (EK) Unna: Mit starken Bauchschmerzen sucht Julia P. (Name geändert) die Notaufnahme auf. Die Erstdiagnose macht eine Entzündung der Gallenblase als Ursache aus. Wird eine Operation nötig sein oder reicht eine konservative Behandlung mit Medikamenten aus? Diese Frage wird im EK Unna interdisziplinär beantwortet. Im Bauchzentrum stehen den Patienten mit den Oberärzten Dr. Tim Bläsing (Innere Medizin) und Dr. Stefanie Polte (Allgemein- und Viszeralchirurgie) zwei fachkundige Ärzte zur Seite, die gemeinsam entscheiden, welche Behandlung für Gerda Müller die geeignetste ist – und dies innerhalb kürzester Zeit.

Häufig ist die Lage erstmal nicht so eindeutig, wenn ein Patient mit Bauchbeschwerden das Krankenhaus aufsucht. „Nicht immer ist ein operativer Eingriff nötig“, weiß Dr. Golo Brodik, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie. Wichtig sei daher der schnelle und sachkundige Austausch mit den Kollegen der Inneren Medizin, der schon lange im EK praktiziert wird. Jetzt hat diese interdisziplinäre Zusammenarbeit auch einen festen Ort im EK Unna: Auf der Ebene 5 ist das neue Bauchzentrum angesiedelt - zwei Patientenzimmer für genau jene zunächst unklaren Fälle. An allen sieben Tagen die Woche, jeweils morgens und abends finden hier Facharztvisiten mit den chirurgischen und gastroenterologischen Oberärzten statt. Sie entscheiden, auf welcher Station der betreffende Patient weiter behandelt wird. Golo Brodik: „Das Bauchzentrum verkürzt deutlich die Verfahrensabläufe zum Wohl des Patienten.“ Dies sei vor allem durch die „Bündelung der Kompetenzen“ möglich, ergänzt sein Kollege Dr. Rainer Kunterding, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin.