Chefarztwechsel in der Klinik für Gefäßchirurgie

Chefarzt-Wechsel im EK Unna: Nach mehr als 14 Jahren im engagierten Einsatz für unser Haus tritt Dr. Johannes Wilde in den Ruhestand. Zu seinem Nachfolger begrüßt das EK Dr. Erik Lorenz Franzen. Der 48-Jährige wechselte zum 01. April 2018 von der Berliner Charité zum Gesundheitscampus des EK Unna.

Mehr als 14 Jahre hat Dr. Johannes Wilde die Klinik für Gefäßchirurgie geleitet und dabei erhebliche medizinische Fortschritte und Entwicklungen mitgestaltet. Dazu zählt unter anderem die minimalinvasive Gefäßtherapie, bei der beispielsweise mit Kathetern, Ballons und Stents verkalkte Gefäße wieder geöffnet werden. Johannes Wilde war zudem an der Gründung des Gefäßnetzes Dortmund-Unna beteiligt, der enge Austausch mit niedergelassenen Ärzten und Krankenhaus-Kollegen war ihm ein wichtiges Anliegen, um gemeinsam auf eine immer besser werdende Patientenversorgung hinzuarbeiten.

Eher durch Zufall kam der gebürtige Leipziger nach Unna. Johannes Wilde hatte bereits 25 Jahre im St. Georg-Krankenhaus seiner Geburtsstadt praktiziert, als ihn Anfang der 2000er Jahre ein Anruf von Dr. Dietmar Herberhold, Stiftungsvorstand des EK, ins Ruhrgebiet rief. „Ich habe diesen Schritt nie bereut“, erklärt Wilde, wenngleich dem passionierten Musiker zunächst das Leipziger Kammerorchester fehlte. Zu den Wurzeln zieht es den 63-Jährigen nun wieder zurück, Musik, theologische Fachvorträge und Familie, die neben vier Söhnen auch zehn Enkelkinder umfasst, stehen fortan ganz oben auf der Prioritätenliste.

Mit Dr. Erik Lorenz Franzen gewinnt das EK Unna einen erfahrenen Gefäßchirurgen. Geboren in Freiburg, aufgewachsen in Frankfurt am Main, ausgebildet unter anderem in Gießen, Dachau und Aachen arbeitete Franzen rund fünf Jahre als Oberarzt im Marien-Hospital Witten bevor er im April 2016 die Aufgabe des geschäftsführenden Oberarztes der Klinik für Gefäßchirurgie in der renommierten Charité Berlin übernahm. Mit seinem Wechsel zum EK Unna arbeitet Erik Lorenz Franzen wieder in der Nähe seines Wohnortes Witten, gleichzeitig zieht er nach der großen Charité wieder in ein weitaus kleineres Krankenhaus, was er als großen Gewinn sieht. „Je größer ein Krankenhaus ist, desto schwerer ist es, neue Entwicklungen umzusetzen“, erläutert Dr. Franzen. Er finde mit der Gefäßchirurgie in Unna ein solides Fundament vor, der Standort mit 30 Betten und jährlich annähernd 1000 Patienten sei für seine gute Arbeit bekannt. Dieses Fundament behutsam aber stetig auszubauen, sieht Erik Lorenz Franzen als seine Aufgabe zum Start im EK Unna.

EK-Verwaltungsleiter Andreas Tyzak ist froh, „dass wir mit Dr. Franzen einen so versierten Arzt gewinnen konnten, der die Kontinuität der Abteilung gewährleistet.“