Gratulation aus der Berliner Charité und musikalische Grüße aus Leipzig

Es kommt nicht oft vor, dass das Evangelische Krankenhaus (EK) Unna Besuch aus der renommierten Charité in Berlin empfängt. Heute (4. Mai) waren gleich zwei Vertreter des traditionsreichsten deutschen Krankenhauses vor Ort: Dr. Erik Lorenz Franzen kam, um als neuer Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie im EK zu bleiben. Sein ehemaliger Chef, Professor Dr. Andreas Greiner, Direktor der Klinik für Gefäßchirurgie der Charité Berlin, erschien, um seinem Kollegen einen guten Start zu wünschen. Gleichzeitig wurde der scheidende Chefarzt des EK, Dr. Johannes Wilde, in den Ruhestand verabschiedet.

Bereits zum 1. April übernahm Erik Lorenz Franzen die Leitung der Gefäßchirurgie, die Feierstunde zum Wechsel stand heute in der Kapelle des EK Unna auf dem Programm. Mit dem 48-jährigen Franzen gewinnt Unna einen erfahrenen Gefäßchirurgen. Geboren in Freiburg, aufgewachsen in Frankfurt am Main, ausgebildet unter anderem in Gießen, Dachau und Aachen arbeitete Franzen rund fünf Jahre als Oberarzt im Marien-Hospital Witten bevor er im April 2016 die Aufgabe des geschäftsführenden Oberarztes der Klinik für Gefäßchirurgie in der renommierten Charité Berlin übernahm. Dass er nun im weitaus kleineren EK seine Laufbahn fortsetzt, empfindet Franzen als großen Gewinn, freut sich über mehr Flexibilität und Freiheit: „Je größer ein Krankenhaus ist, desto schwerer ist es, neue Entwicklungen umzusetzen.“ Zu den Gratulanten zählten neben dem Gast aus Berlin auch Privatdozent Dr. Stephan Langer, Chefarzt der Gefäßchirurgie im Marien Hospital Witten.

Neuanfang und Abschied lagen am Freitag nah beieinander, galt es doch, mit Johannes Wilde einen langjährigen Chefarzt in den wohlverdienten Ruhestand zu entlassen. Mehr als 14 Jahre stand Wilde an der Spitze der Abteilung, gestaltete an der Seite seines Kollegen Dr. Norbert Keck, Chefarzt der Interventionellen Radiologie erhebliche medizinische Entwicklungen, wie zum Beispiel die minimalinvasive Gefäßtherapie mit. Augenzwinkernd bedankte sich der Sachse Johannes Wilde für die freundliche Aufnahme im „nordrhein-westfälischen Exil“. Seiner Heimat blieb er über all die Jahre treu und plant für die Zukunft einen Rückzug nach Leipzig, wo auch der Großteil seiner Kinder und Enkelkinder zu Hause ist.

Apropos Kinder: Die vier erwachsenen Söhne des scheidenden Chefarztes spielten eine besondere Rolle während der Feierstunde, gestalteten sie doch als „das wilde streichquartett“ den Nachmittag musikalisch.

Stiftungsvorstand Dr. Dietmar Herberhold ist mit dem Personalwechsel in der Gefäßchirurgie mehr als zufrieden: „Wir sind stolz darauf, dass es uns gelungen ist, Herrn Dr. Franzen von der Charité in Berlin an unser Haus zu holen. Damit ist die Weiterentwicklung der Gefäßmedizin am EK Unna auf hohem Niveau gewährleistet. Er übernimmt von Dr. Wilde eine Fachabteilung, für deren gute Aufstellung und Ruf wir ihm zu großem Dank verpflichtet sind.“