Zehn Jahre EK Unna als selbsthilfefreundliches Krankenhaus

Hilfe zur Selbsthilfe hat im Evangelischen Krankenhaus (EK) Unna einen hohen Stellenwert. Sie ist unverzichtbar bei der Behandlung von Patienten, sie ist für den weiteren Verlauf und den Umgang mit einer Krankheit von unschätzbarem Wert. Vor diesem Hintergrund knüpfte das EK vor mehr als zehn Jahren mit Unterstützung der Kontaktstelle für Selbsthilfe des Kreises Unna ein Netzwerk. Den runden Geburtstag als „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ feierten am Montag (29. November) Vertreter von Selbsthilfegruppen, des Kreises Unna und des EK.

Unter dem Motto „Der Mensch steht bei uns Mittelpunkt“ entstand 2008  ein Qualitätszirkel, dem mittlerweile zwölf Selbsthilfegruppen angehören. Das Zusammentreffen von medizinischem Knowhow und Erfahrungswissen von Betroffenen erweist sich für alle Beteiligten als Bereicherung. Verlässliche, vertrauensvolle und belastbare Beziehungen und Strukturen ermöglichen schnelle, unbürokratische Lösungen von denen alle profitieren.

Basis für den Qualitätszirkel, der zweimal im Jahr tagt, sind gemeinsam festgelegte Qualitätskriterien. So haben die Gruppen im EK Platz für gemeinsame, regelmäßige Treffen. Es gibt Möglichkeiten der Selbstdarstellung, zum Beispiel werden Infostände für Broschüren bereitgestellt. Auch die Öffentlichkeitsarbeit wird unterstützt – gemeinsame Aktionen in der Innenstadt und Vorträge von Chef- und Oberärzten zu speziellen Themen (Schlaganfall, Morbus Crohn etc.) zählen zum festen Programm. Selbsthilfe ist Thema in Fortbildungen von Mitarbeitenden des EK, die Mitwirkung in der Ethik-Kommission ist ausdrücklich erwünscht.

Bereits 2008 erhielt das EK als eines der ersten Krankenhäuser in NRW die Auszeichnung „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“, im Jahr 2017 wurde das EK erfolgreich rezertifiziert.

Im Rahmen der Feierstunde am Montag würdigten EK-Stiftungsvorstand Dr. Dietmar Herberhold, die EK-Selbsthilfebeauftragte Charlotte Kunert und Margret Voß als Vertreterin der Kontaktstelle für Selbsthilfe des Kreises Unna die Zusammenarbeit. Zum runden Geburtstag machte Kunert der Kontaktstelle des Kreises ein Geschenk: eine Info-Tafel mit Platz für Broschüren der unterschiedlichen Gruppen.

Bei anschließendem Kaffee und Kuchen vertieften die Selbsthilfegruppen ihre Kontakte.