Sekretariat: Tanja Kaiser
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Notfallmedizin im EK Unna

Die Notfallmedizin am EK Unna ist auf das Erkennen und die Behandlung medizinischer Notfälle spezialisiert. Zu diesem Zweck arbeiten Ärzte verschiedener Fachbereiche wie Anästhesiologie, Innere Medizin, Chirurgie und Neurologie interdisziplinär zusammen.

Kernkompetenzen der Notfallmedizin

Zu den Kernkompetenzen der Notfallmedizin zählt, geeignete Maßnahmen zur Diagnostik und Therapie akuter Störungen der Vitalfunktionen zu ergreifen. Durch die klassischen Aufgaben zur Sicherung der Lebensfunktionen sind die Anästhesisten unserer Klinik regelmäßig in die Ausübung der Notfallmedizin eingebunden.

Diagnostische Maßnahmen in der Notfallmedizin

Zu den diagnostischen Maßnahmen einer notfallmedizinischen Behandlung zählt das schnelle und sichere Erkennen akuter, lebensbedrohlicher Störungen. Hierzu zählen:

  • Traumacheck
    Er dient der möglichst raschen Feststellung schwerer Verletzungen und ist für die weitere Behandlung und den Transport des Patienten von großer Bedeutung. Dabei werden alle Regionen des Körpers untersucht. Besonderes Augenmerk legt der Notfallmediziner auf schmerzbedingte Reaktionen, abnorme Gelenk- oder Knochenstellungen, die Beweglichkeit des Patienten oder andere auffällige Befunde gelegt.
  • Neurocheck
    Beim Neurocheck wird die Funktionstüchtigkeit des Nervensystems getestet. Hierfür werden Lichtempfindlichkeit, Sensibilität und Schmerzempfinden, Motorik, Muskelkraft und Durchblutung untersucht. Der Neurocheck ist in der Notfallmedizin besonders wichtig bei Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung oder bei orientierungslosen Patienten.
  • Apparative Diagnostik
    Zur apparativen Diagnostik in der Notfallmedizin gehört ein EKG-Monitoring, das die Herzaktionen kontinuierlich überwacht. Zudem werden der Sauerstoffgehalt im Blut sowie der CO2-Gehalt der Atemluft geprüft. Auch Tests auf Blutzucker, Herzinfarkt oder toxische Substanzen können Anwendung finden.

Therapeutische Maßnahmen in der Notfallmedizin

Ziel aller notfallmedizinischen Maßnahmen sind die dauerhafte Wiederherstellung lebenswichtiger Funktionen sowie die Minimierung bleibender Beeinträchtigungen des Patienten. Aus diesem Grund leitet der Arzt zunächst lebensrettende Sofortmaßnahmen ein.

  • Bei einem Kreislaufstillstand erfolgt eine Wiederbelebung, ggf. einschließlich Defibrillation.
  • Bei Schockzuständen ist eine medikamentöse Schocktherapie angezeigt.
  • Bei Atemproblem oder -stillstand werden die Atemwege freigemacht und/oder intubiert. Sofern notwendig erfolgt die maschinelle Beatmung.
  • Bei Verletzungen werden die betroffen Knochen oder Gelenke fachgerecht ruhiggestellt.
  • Bei Blutverlust wird Druckverband angelegt, ggf. gefäßchirurgische Maßnahmen ergriffen.
  • Schmerzen des Patienten werden mit geeigneten Analgesierungs- oder Sedierungsverfahren behandelt.

Kooperation mit dem Notarztdienst Unna und der Zentralen Notfallaufnahme

In Deutschland absolvieren Ärzte eine streng reglementierte Weiterbildung, um die Bereichsbezeichnung „Notfallmedizin“ führen und in die Ausübung der Notfallmedizin eingebunden werden zu können. Natürlich verfügen die Mediziner unserer Klinik über eine solche Qualifikation. Sie sind darüber hinaus ärztliche Mitarbeiter am Notarztdienst des Kreises Unna und kooperieren mit der Zentralen Notaufnahmedes Hauses.