Gefäßmedizin

Diagnostik und Therapie der Venenerkrankungen

Diagnostik und Therapie von Venenerkrankungen im EK Unna

Bei Venenerkrankungen handelt es sich oft um eine Bluttransportstörung in den Adern. Die häufigsten Erkrankungen der Venen sind Krampfadern, Besenreiser, Venenentzündungen, Thrombosen sowie schwere oder offene Beine. In unserer Klinik verfügen wir über moderne Möglichkeiten zur Diagnostik und Therapie inklusive der operativen Behandlung aller Arten von Venenerkrankungen.

Tiefe und oberflächliche Venen

Bei Venenerkrankungen wird zwischen tiefen und oberflächlichen Venen unterschieden. In den oberflächlichen Venen der Beine fließt das Blut durch ein Zusammenspiel der Muskulatur (Muskelpumpe) und der Venenklappen vom Fuß in Richtung Herz. Die Venenklappen verhindern wie kleine Ventile, dass beim Sitzen und Stehen das Blut mit der Schwerkraft in das Bein zurückfließt.

Häufige Ursache für Venenerkrankungen: Undichtigkeit der Venenklappen

Eine häufig auftretende Ursache für Venenerkrankungen ist Venenklappenundichtigkeit. Dafür können angeborene Faktoren wie die Häufung von Krampfaderleiden in der Familie maßgeblich sein, aber auch erworbene Faktoren wie eine Schwangerschaft oder die Ausführung stehender Tätigkeiten. Wenn die oberflächlichen Venen am Unterschenkel dem Druck des zurückfließenden Blutes nicht mehr gewachsen sind, kommt es zur Bildung von Krampfadern. Krampfadern können von Stauungsbeschwerden (schmerzhaftes Druckgefühl) über Hautveränderungen (Braunverfärbung) bis zum offenen Bein (Ulcus cruris) führen.

Behandlung von Krampfadern (Varikosis)

In unserem Zentrum für Gefäßmedizin behandeln wir alle Arten von Venenerkrankungen. Große Erfahrung haben wir im Bereich der operativen Behandlung der Varikosis mit und ohne Geschwürbildung (sogenanntes „offenes Bein“) sowie seltenen Formen der Venenthrombosen, z. B. auf dem Boden einer Tumorerkrankung. Unkomplizierte Formen des Krampfaderleidens inklusive ihrer operativen Behandlung versorgen wir in unserer Klinik meist ambulant. Die Therapie besonders schwieriger Venenerkrankungen erfolgt stationär. Dazu zählen:

  • ausgeprägte Beinvenenthrombosen
  • Krampfadern im fortgeschrittenen Stadium bis zur Geschwürbildung
  • seltenere Formen der Abflussstörung in den tiefen Venen

Nach der Operation einer Venenerkrankung sollten Patienten für insgesamt sechs bis acht Wochen einen Stützstrumpf tragen.

Moderne Diagnostik und optimale Therapie bei Venenerkrankungen

Die optimale Therapie einer Venenerkrankung stimmen wir je nach Ursache, Stadium und Befundausprägung unter Berücksichtigung der Begleiterkrankungen individuell auf jeden einzelnen Patienten ab. Dazu gehören außer operativen Maßnahmen auch minimal-invasive Verfahren wie z. B. Katheter- oder Stent-Eingriffe bei Abflussstörungen in den tiefen Venen.

Welche der Behandlungsoptionen für Sie am besten geeignet, klären wir gerne mit Ihnen im Rahmen unserer angiologischen Sprechstunde. Sprechen Sie uns an!