Gefäßmedizin

Schlaganfallprophylaxe

Schlaganfallbehandlung und -prophylaxe im EK Unna

Ein Schlaganfall, auch Gehirnschlag oder Apoplexie genannt, entsteht durch eine plötzlich auftretende Durchblutungsstörung oder durch Einblutung ins Gehirn. Ein Schlaganfall ist immer ein Notfall, der sofort medizinische Hilfe erfordert. In der Klinik für Gefäßmedizin im EK Unna sind wir auf die Behandlung von Schlaganfällen und die Schlaganfallprophylaxe spezialisiert.

Wie erkenne ich einen Schlaganfall – und wie verhalte ich mich richtig?

Verdacht auf einen Schlaganfall besteht bei folgenden Symptomen:

  • Sehstörungen
  • Schwäche einer Körperseite
  • Sprachstörungen

Sollten Sie unter einem oder mehreren der genannten Symptome leiden, zögern Sie nicht, den Notruf unter 112 zu rufen. Bei einem Schlaganfall zählt jede Sekunde! Für die Behandlung ist entscheidend, die Durchblutung des Gehirns so schnell wie möglich wiederherzustellen.

Behandlung akuter Schlaganfälle in der Stroke Unit

Akute Schlaganfälle betreuen wir in Zusammenarbeit mit der Klinik für Neurologie in einer so genannten Stroke Unit. Diese Abteilung ist auf Diagnostik und Behandlung von Schlaganfällen spezialisiert und wird regelmäßig durch die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft zertifiziert. Besonderheit der Stroke Unit ist das kontinuierliche Monitoring von Schlaganfall-Patienten. Das heißt: Sie werden rund um die Uhr medizinisch überwacht.

Wann besteht ein erhöhtes Schlaganfall-Risiko?

Ein hohes Schlaganfall-Risiko besteht bei übermäßig verengten Halsschlagadern. Bei hochgradiger Verengung (> 80 %) oder bei Verengungen, die bereits Beschwerden bereiten, ist eine rasche Behandlung besonders wichtig. Unser Vorgehen: Zunächst weisen wir die Verengung (Stenose) mit zwei verschiedenen Untersuchungsmethoden (Ultraschall und Angiographie) nach. Dann nehmen wir eine neurologische Untersuchung und ggf. eine Computertomographie des Gehirns vor, um bereits entstandene Schäden festzustellen.

Schlaganfallprohylaxe – so gehen wir vor

Zur Vorbeugung eines Schlaganfalls und zur Beseitigung des Verschlussrisikos wird die betroffene Arterie operativ geöffnet und die Verengung abgetragen. Für eine größtmögliche Sicherheit führen wir den Eingriff seit 2004 vorwiegend in lokaler Betäubung durch. In ausgewählten Einzelfällen kommt eine Ballonkatheter-Aufdehnung der Halsschlagader mit Einsetzen eines Drahtgeflechtes (Carotisstent) zum Einsatz.