Gefäßmedizin

Shunt- und Katheter-Implantation

Shunt- und Katheter-Implantation im EK Unna

Eine Shunt- und Katheter-Implantation dient als Dialysezugang. Sie ist für Patienten erforderlich, die sich einem Blutreinigungsverfahren unterziehen müssen. In unserer Klinik werden sämtliche moderne Verfahren zur Schaffung und Aufrechterhaltung von Gefäßzugängen bei Notwendigkeit einer Dialyse zur Verfügung gestellt. Hierbei handelt es sich um sogenannte Dialyseshunts und Dialysekatheter.

Was ist ein Dialyseshunt? Wie erfolgt eine Shunt-Implantation?

Ein Dialyseshunt ist ein Kurzschluss zwischen einer Arterie und einer Vene. Er gewährleistet eine einfache Gefäßpunktion für die Aufnahme der Dialysekanülen und einen ausreichenden Blutfluss während der Dialyse. Er findet vor allem bei Patienten Anwendung, die sich langfristig und regelmäßig einer Dialyse unterziehen müssen. Für die Schaffung der Verbindung zwischen Arterie und Vene ist eine Shunt-Implantation erforderlich. Die Operation führen wir in allgemeiner oder in örtlicher Betäubung durch. Am häufigsten wird ein Dialyseshunt am Handgelenk angelegt. Bei nicht ausreichenden oberflächlichen Venen legen wir den Shunt aus einer „Kunststoffader“ an.

Was ist ein Dialysekatheter? Wie erfolgt eine Katheter-Implantation?

Die zweite Dialyseoption ist ein sogenannter Dialysekatheter. Meist handelt es sich dabei um einen zentralen Venenkatheter, der nur zur vorübergehenden Blutwäsche benötigt wird. Seine Anlage ist vor allem dann notwendig, wenn mit der Dialyse nicht mehr gewartet werden kann, bis ein Shunt einsatzbereit ist. Zur Anlage eines Dialysekatheters führen wir eine Katheter-Implantation durch.

Gefäßspezialisten für Probleme bei der Shunt- und Katheter-Implantation

Beim Auftreten von Problemen bei der Shunt- und Katheter-Implantation steht Ihnen unser Team von Gefäßspezialisten mit Möglichkeiten einer minimal-invasiven bzw. interventionellen und auch operativen Behandlung rund um die Uhr zur Verfügung. Darüber hinaus arbeiten wir eng mit der Dialyseabteilung zusammen, wodurch die Lebensdauer der Dialysezugänge sowie die Qualität der Dialyse und Patientenkomfort maximal optimiert werden.

Portsystem für Chemotherapie-Patienten

Bei Patientinnen und Patienten, die sich einer Chemotherapie unterziehen müssen, kommt es häufig im Verlauf der Therapie zum Veröden der oberflächlichen Venen an den Armen. Bei manchen Formen der Therapie können die starken Medikamente nicht über oberflächliche Armvenen infundiert werden. In solchen Situationen pflanzen wir nach Aufklärung des Patienten und Rücksprache mit den behandelnden Ärzten ein Portsystem in Form einer Shunt- und Katheter-Implantation ein.

Portkatheter für die künstlicher Ernährung

Die Implantation eines Portkatheters kann auch für Patienten, bei denen eine längerfristige künstliche Ernährung erforderlich ist, sinnvoll sein. Dazu öffnen wir unter Betäubung im Grübchen unterhalb des Schlüsselbeins (Mohrenheimsche Grube) die Haut, legen die oberflächliche Vene (Vena cephalica) frei, platzieren unter Röntgenkontrolle einen Portkatheter und schließen ihn an die Portkammer an. Nach Verankerung der Portkammer auf dem Brustmuskel verschließen wir Unterhaut und Haut mit selbstauflösenden Fäden. In dringenden Fällen kann das Portsystem sofort benutzt werden. Die Operation ist fast immer in einer örtlichen Betäubung (Lokalanästhesie) möglich und wird von uns in vielen Fällen ambulant durchgeführt.