Orthopädische Schmerztherapie

Winzige Elektrode mit großer Wirkung: der Schmerzschrittmacher

Sekretariat: Silke Kammering
E-Mail:

Telefon: 02303 106-184
Fax: 02303 106-418

Winzige Elektrode mit großer Wirkung

Bei dem minimalinvasiv eingesetzten Schmerzschrittmacher handelt es sich um eine permanent installierte, winzig kleine Elektrode im Wirbelkanal. Durch eine permanente Stromgabe werden die Schmerzen, die ihre Ursache im Wirbelkanal, aber auch an den peripheren Nerven haben, dauerhaft unterdrückt.

Für Patienten mit chronischen Schmerzen

Wer kommt für diese Behandlung in Frage?

  • Patienten mit Voroperationen an der Hals-, Lenden- oder Brustwirbelsäule, doch das Ergebnis entspricht nicht dem Wunsch des Patienten und des Operateurs und es bestehen nach dem Eingriff weiterhin Schmerzen.
  • Patienten mit Gefäßproblemen nach Operationen an den Gefäßen, sowohl in den Beinen als auch in den Armen.
  • Auch Patienten mit Amputationsschmerzen, so genannten Phantomschmerzen, können von dieser Therapie profitieren.
  • Patienten mit einem sogenannten CPRS oder einer AIgodystrophie, das heißt Patienten mit Schmerzen nach Brüchen an den Knochen der Extremitäten, die daraufhin chronische Schmerzen erleiden.
  • Patienten mit Schmerzen im Brustbereich nach Herzinfarkt, Stent-Anlage oder Herzoperationen.
  • Patienten mit therapieresistenten Kopfschmerzen.

In den letzten Jahren hat die Industrie auch einen speziellen Schmerzschrittmacher entwickelt, der eine mögliche Hilfe bei Schmerzen bildet, die nach Knieprothesen-Implantationen auftreten und bei denen man nach dem Protheseneinbau keine Ursache für den Schmerz findet.

Für Patienten, die explizit keine Operation möchten oder eine Narkoseunverträglichkeit oder ein zu hohes Narkoserisiko haben, ist der Schmerzschrittmacher auch eine Alternative, weil dieser in unserer Klinik in örtlicher Betäubung durchgeführt wird.

Deutliche Schmerzminderung

Die von dem Schrittmacher ausgelöste elektrische Stimulation des Rückenmarkes und der Nerven verändert die Empfindung und die Weiterleitung der Schmerzsignale an das Gehirn. Das Ergebnis dieser dauerhaften Stimulation ist oft verblüffend, bei 8 von 10 Patienten verschwinden die Schmerzen oder verbessern sich über 50 Prozent bezüglich des Schmerzempfindens, so dass eine deutliche Schmerzminderung erreicht werden kann. Der Patient kann je nach Stimulationsart entweder ein angenehmes Kribbeln empfinden oder auch keine vom Gehirn wahrnehmbare Stimulation, ein so genanntes stilles Kribbeln.

Schmerztagebuch

Nicht jeder Patient profitiert vom Schmerzschrittmacher. Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn der Patient vollkommen über die Risiken und die zu erwartenden Vorteile der Behandlung aufgeklärt ist. Die Erfordernisse der Nachsorge, das Führen eines Schmerztagebuches und eine eigenverantwortliche Mitwirkung des Patienten begünstigen den Erfolg des Schmerzschrittmachers.

Der Schmerzschrittmacher kann eine Woche lang sowohl in der Klinik als auch zu Hause getestet werden, bevor er eingebaut wird. Dies gibt dem Patienten Sicherheit und Zuversicht, dass eine wahre Erfolgsaussicht besteht, wenn der Schmerzschrittmacher implantiert wird.