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Konservative und operative Therapien: vom Hals- bis zum Lendenwirbel

Allgemeines

Mit der unfallchirurgischen Wirbelsäulenchirurgie hat die Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie eine lang bestehende Versorgungslücke im Kreis Unna geschlossen. So zählen nun konservative und operative Therapien von Erkrankungen oder Verletzungen der Hals-/Brust- und Lendenwirbelsäule sowie von Tumorerkrankungen zum Leistungsspektrum. Auch die Behandlung von  älteren Osteoporose-Patienten, die unter gebrochenen Wirbeln leiden, ist ein Schwerpunkt.

Diagnostik

Zur Feststellung des Verletzungsausmaßes,der Einteilung des Bruches sowie Einschätzung der Stabilität werden Röntgenaufnahmen angefertigt. Sollten diese Aufnahmen zur Einschätzung oder Festellung eines Bruches nicht ausreichend sein wird eine ergänzende Untersuchung im Computertomographen (CT) oder im Kernspintomographen (MRT) durchgeführt.

Behandlungen, Therapie

Verschiedene Behandlungsverfahren kommen in der unfallchirurgischen Wirbelsäulenchirurgie zum Einsatz. 
Mikrochirurgische und minimalinvasive Eingriffe an der Wirbelsäule werden ebenso angewendet wie der Einsatz von Bandscheibenprothesen der Halswirbelsäule. 
So wird bei instabilen Brüchen der Wirbelsäule – etwa durch einen Unfall – nach dem „Fixateur-Interne-System“ (Schrauben-Stab-Versorgung an der Wirbelsäule) gearbeitet. Dabei befestigen die Ärzte in einem offenen oder minimal-invasiven Verfahren Spezialschrauben an den nicht gebrochenen Wirbeln und verbinden sie mit je einem Stab pro Seite. Hierdurch wird der gebrochene Wirbel entlastet; er kann ausheilen.
Die „Perkutane Ballonkyphoplastie“ ist eine weitere Therapieform, die vor allem älteren Patienten mit Osteoporose erhebliche Erleichterung verschafft. Bei dieser Behandlung postieren die Operateure über kleinste Schnitte am Rücken und mit Hilfe von Spezialnadeln zwei Ballone in den gebrochenen Wirbel. Hierdurch schaffen sie eine „Knochenhöhle“, die sie mit einem speziellen Knochenzement auffüllen. Nach dem Eingriff sind weit mehr als 90 Prozent der Patienten deutlich schmerzärmer oder sogar schmerzfrei. Nach Ausheilung der Wunde können die Patienten wieder mit einer hohen Qualität am Leben teilnehmen.