Interdisziplinäre Station „Alter Mensch“ / Geriatrie

Unsere interdisziplinäre Station „Alter Mensch“ / Geriatrie auf der Ebene 4 hat Platz für 32 ältere Patientinnen und Patienten. Hier wird eine ganzheitliche Pflege und Betreuung angeboten, die sich speziell an den Bedürfnissen alter Menschen orientiert.

Wesentliches Ziel der Behandlung ist, Fähigkeiten, die z. B. durch eine Erkrankung eingeschränkt wurden, wieder zu erlangen oder auch zu verhindern, dass bestehende Fähigkeiten weiter verloren gehen. Die Station ist altersentsprechend eingerichtet und ausgestattet.

Zu den Behandlungsplätzen für geriatrische Patientinnen und Patienten auf der Station „Alter Mensch“ / Geriatrie zählen auch weitere Betten in unserem Komfortbereich, der direkt an die Station angegliedert ist.
Des Weiteren befindet sich auf der Ebene 4 ein Bereich für demenziell erkrankte Patientinnen und Patienten (s. u.).

Die Mitarbeiterschaft der Ebene 4 setzt sich aus einem engagierten Team von examinierten Alten- und Krankenpflegekräften, Pflegehilfskräften und -assistenten sowie Betreuungsassistenten zusammen.

Station für Patienten mit Demenz

Patienten, die wegen einer Erkrankung oder Verletzung im EK Unna behandelt werden und darüber hinaus unter einer Demenz leiden, können sich auf der Ebene 4 des Krankenhauses sicher und geborgen fühlen. Mit einem speziell auf diese Gruppe zugeschnittenen Versorgungskonzept geht das Haus auf die besonderen Bedürfnisse dieser Patienten ein.

Die Klinik reagiert damit auf eine Entwicklung, die mit der steigenden Lebenserwartung zu tun hat: Je älter die Menschen werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie an Demenz erkranken. Im Rahmen eines Krankenhausaufenthaltes entstehen hierdurch nicht selten Probleme: Patienten mit Gedächtnisverlust leiden häufig unter starker Unruhe, reagieren verwirrt auf eine ungewohnte Umgebung, haben einen gestörten Tag-Nacht-Rhythmus und leiden häufig unter Angstzuständen. Was den Patienten Halt und Ruhe gibt, ist ein strukturierter Alltag, der auf ihre Gewohnheiten Rücksicht nimmt – beispielsweise in Bezug auf Schlaf, Ernährung, Aktivitäten und Kommunikation. Bei der Aufnahme auf die Station führen die Pflegekräfte deshalb ein besonders ausführliches Gespräch mit den Bezugspersonen, um die Patienten optimal beschäftigen zu können. Entsprechend wird der Pflegeprozess angepasst. Geborgenheit vermittelt zudem Umgebung – wie etwa ein Regal mit Handtüchern im Bad oder Kochbücher im Esszimmer.

Die Mitarbeiter wurden auf diese Situation intensiv vorbereitet: Sie sind speziell geschult, um mit den Verhaltensauffälligkeiten demenzkranker Patienten umzugehen, Ergo- und Physiotherapeuten sowie Geriater ergänzen das Team. Woran sich nichts im Vergleich zu einem Aufenthalt auf den anderen Stationen ändert, das ist die medizinische Versorgung: Die Patienten auf dieser Station werden von den Ärzten der jeweiligen Fachabteilung behandelt, die für sie zuständig ist – je nachdem, ob sie beispielsweise wegen eines Knochenbruchs, eines Gefäßverschlusses oder einer Erkrankung ihrer inneren Organe eingeliefert worden sind.

Optische Barrieren an Flurtüren zählen zu den Besonderheiten dieser Station.